Gut Pfad, auf Wiedersehen!

Nehmt Abschied Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr, die Zukunft liegt in Finsternis
und macht das Herz uns schwer. Der Himmel wölbt sich übers Land, Ade, auf Wiedersehn!
Wir ruhen all in Gottes Hand, Lebt wohl auf Wiedersehn!

Die Sonne sinkt, es steigt die Nacht, vergangen ist der Tag. Die Welt schläft ein, und leis erwacht der Nachtigallen Schlag. Der Himmel wölbt sich übers Land, Ade, auf Wiedersehn! Wir ruhen all in Gottes Hand, Lebt wohl auf Wiedersehn!

Nach 15 Jahren Pfadfinderarbeit legt der Stamm Ritter Hadebrand die aktive Kinder- und Jugendarbeit mit schwerem Herzen nieder.

Es finden keine wöchentlichen Sippen- und Meutenstunden mehr statt. Für die Kinder und Jugendlichen der ehemaligen Meute Fuchs und Sippe Phoenix, sowie der Führerrunde wird geplant pro Jahr 1 – 2 Aktionen durchzuführen. Angedacht sind ein- oder mehrtätige Wanderungen, Ausflüge wie z.B. Klettergarten, Übernachtungen mit Lagerfeuer am Pfadiplatz usw. Wir informieren per Mail und über die Homepage über anstehende Aktionen. Bei Interesse bitte das Kontaktformular ausfüllen.

Die letzten Jahre waren eine spannende und aufregende Zeit. Voller Lager, Fahrt und Abenteuern, die wir gemeinsam in unseren Sippen und Meuten erleben durften. Egal ob ein Besuch im Klettergarten, Bezwingen des Herzoghochstandes, Besuch des Pfadfinderdorfs „Zellhof“ am Mattsee, Großfahrt nach Schweden und Schottland oder einer der anderen unzähligen Aktionen – gemeinsam hatten wir immer viel Spaß und freuten uns auf den nächsten tollen Ausflug und die nächste große Fahrt.

Trotz schlechtem Wetter, anstrengender Aufstiege, tausender Mücken und Blasen an den Füßen wollten wir nie umdrehen, nie aufgeben und nie haben wir es bereut, dabei zu sein – nie wollten wir etwas Anderes als Pfadfinder sein. Denn hinter jeder Kurve, nach jedem strapazierenden Anstieg wartete ein neuer atemberaubender Ausblick auf uns; ein weiterer Moment den wir gemeinsam als Pfadfinder erleben durften. Deswegen geht der Dank direkt an euch: an alle Kinder und Jugendlichen, die Teil unseres Stammes sind bzw. waren. Mit euch haben wir diese unvergesslichen Augenblicke erlebt und wir hoffen, ihr denkt genauso gerne zurück, wie wir es tun.

Leider mussten wir in den letzten Jahren einige Austritte verzeichnen. Obwohl sich unsere Meute in den letzten Monaten vergrößert hat und stark zusammengewachsen ist, fehlen uns die Jugendlichen und jungen Erwachsene, die bereit sind, die Aufgabe eines Gruppenführers zu übernehmen. Deswegen mussten wir letztendlich auch die bestehende Meute Fuchs auflösen.

In all den Jahren fiel uns kein Moment so schwer, wie der, in dem wir unseren Wölflingen sagen mussten, dass es nach den Sommerferien keine Meutenstunden mehr geben wird. Für uns sind die Wölflinge der Meute Fuchs die besten Kinder, die man sich für eine Meute wünschen kann und wir werden sie nie vergessen. Zum Abschluss unserer gemeinsamen Zeit konnten die Wölflinge zusammen mit uns, ihren Akelas (Gruppenführern) am Lagerfeuer sitzen, Stockbrot und Schokobananen essen und Pfadfinderlieder singen. Ein unvergesslicher Abschied für eine unvergessliche Zeit. Wir werden sie sehr vermissen.

Nun ist in jedem Anbeginn das Ende nicht mehr weit. Wir kommen her und gehen hin,
und mit uns geht die Zeit. Der Himmel wölbt sich übers Land, Ade, auf Wiedersehn! Wir ruhen all in Gottes Hand, Lebt wohl auf Wiedersehn!

Nehmt Abschied Brüder schließt den Kreis, das Leben ist ein Spiel. Und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel. Der Himmel wölbt sich übers Land, Ade, auf Wiedersehn! Wir ruhen all in Gottes Hand, Lebt wohl auf Wiedersehn!

Text und Melodie: Robert Burns 1759 – 1796 (Schottisches Volkslied), Deutscher Text: Claus Ludwig Laue

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